Das Kreuz tragen – das Kreuz ertragen
Das Kreuz tragen – das Kreuz ertragen
Andacht der Kolpingsfamilie Ketsch in der Karwoche
In unser aller Leben lassen sich Parallelen zum Kreuzweg Jesu finden, dessen sind sich die meisten sicherlich gar nicht bewusst. Für die diesjährige Kreuzwegandacht hat Helga Rey Bilder aus der evangelischen Kirche St. Marien in Hannover ausgewählt und sehr einfühlsam kommentiert – mit Blick auf das Geschehen um Jesus vor 2000 Jahren und übertragen in Stationen unseres Lebens. Manches schwer zu er-tragen, fallen und wieder aufstehen, auch mit Hilfe von anderen, dass es weiter geht.
Der Künstler selbst, Julius Volkmar, 1916 geboren, hatte selbst an schweren Schicksalsschlägen zu tragen und doch nie den Lebensmut verloren.
Seine Bilder bekommen beim Betrachten mit diesem Wissen eine besondere Tiefe, hilfreich dazu die Auslegungen von Helga Rey.
Beginnend mit dem Verrat und der darauf folgenden Verzweiflung von Judas, Pilatus, der verurteilt und dabei seine Hände in Unschuld wäscht. Wie oft ertappen wir uns – über andere zu urteilen, vorschnell eine Meinung bilden – ohne die näheren Umstände zu kennen. Jesus‘ Begegnung mit Maria – auch ohne den beiden ein Gesicht zu geben drückt der Maler tiefe Zuwendung aus. Die aufgezwungene Hilfe des Simon von Cyrene beim Tragen des Kreuzes, jener Bauer, vom Feld kommend mit seinen beiden Söhnen, das mitleiden der weinenden Frauen, das bloßstellen ohne Kleider – die Schutz, Wärme und Würde bedeuten. Und schließlich der bittere Tod am Kreuz, konsequent den Weg bis zum Ende gegangen.
Den Mächtigen seiner Zeit missfiel Jesus mit seinem Verhalten. Er hätte sich anpassen sollen, dann wäre ihm nichts geschehen. Sein grausamer Tod am Kreuz – in den Augen der Welt ein Scheitern, in den Augen der Gläubigen ein Sieg.
Der Leichnam Jesu im Schoß seiner Mutter, voller Schmerz und doch eine Trauer in Hoffnung.
Nach unserem menschlichen Ermessen ist spätestens am Grab alles aus und vorbei.
Doch mit dem Ostersonntagmorgen und dem leeren Grab wird uns Hoffnung signalisiert, die alle Trauer überwältigen soll.
Aus Scheitern kann neues Leben wachsen – im Vertrauen darauf, dass jede Station unseres Lebens einen tieferen Sinn hat.
M.F.
Für die Menschen in den Kriegsgebieten der Ukraine ist Kerzenwachs ein lebensnotwendiges Gut für den schwierigen Alltag. Licht und Wärme – für Leib und Seele, für warmes Essen und das Anwärmen von Wasserrohren, damit diese nicht einfrieren. Tausende Menschen erleben derzeit einen der kältesten Winter – und das bei zerstörten Energieanlagen.
Zu der neuen Kirchenfahne draußen gesellte sich im Kirchenraum ein „orange Table“, bestückt mit sozialen Projekten der Kolpingsfamilie über viele Jahre hinweg.
Diakon Kurt Gredel nahm in seiner Predigt das soziale Wirken der Kolpingsfamilie in den Blick, die Unterstützung von Projekten vor der Haustür und weltweit. Auch die Kerzenwachssammlung für die Ukraine darf dabei nicht fehlen.
Pater Kurian Thomas bedachte alle Beteiligten und auch die Besucher für die gelungene Messfeier mit herzlichen Worten des Dankes.
Jeder Jubilar wurde mit einer Urkunde und einem Geschenk bedacht, alle in Verbindung für mehr Lebensperspektiven von Familien in Afrika.
In Absprache mit der Gemeindeverwaltung freut sich die Kolpingsfamilie Ketsch, auch in diesem Jahr den Martinsumzug durchführen zu können.

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