Kolping – eine globale Gemeinschaft
Zur alljährlichen Würdigung der Seligsprechung Adolph Kolpings am 27.Oktober 1991 findet auf Initiative des Kolpingwerkes International alljährlich auf diesen Tag der „Kolping-Weltgebetstag“ statt. Jedes Jahr gestaltet ein anderer nationaler Kolping-Verband diesen Weltgebetstag, um die weltweite Vielfalt und Einheit der Gemeinschaft zu bekunden. In diesem Jahr lag die Verantwortung dazu bei der Dominikanischen Republik. 2004 in das internationale Kolpingwerk aufgenommen, umfasst der Verband insgesamt 70 Familien mit 1600 Mitgliedern. Die Schwerpunkte sind ganzheitliche Bildung, fachliche Ausbildung und wirtschaftliche Stärkung durch Mikrokredite. Die Kolpingsfamilien des Bezirkes Wiesloch kamen zur Feier des Weltgebetstages in St. Sebastian Ketsch zusammen, um in einer eigens von Helga Rey und Pater Kurian Thomas gestalteten Eucharistiefeier dem Wirken des großen Gesellenvaters zu gedenken und in internationaler Verbundenheit zu feiern.
„Adolph Kolping hat uns gezeigt, dass der Glaube nicht nur in der Kirche seinen Platz hat, sondern mitten im Leben: in unserer Arbeit, unseren Familien und in unserer Gemeinschaft.“ Pater Kurian Thomas und Helga Rey machten den Besuchern des recht gut besuchten Gottesdienstes einmal mehr das Wirken von Adolph Kolping bewusst und seinen tiefen Glauben. Die Welt verändert sich nicht zuerst durch große Worte, sondern durch Menschen mit gelebtem Evangelium, jener Kraft des Kleinen. Ein gutes Wort kann Hoffnung schenken, ein offenes Ohr Menschen retten und in ihren Anliegen stärken. Nächstenliebe kann unüberschaubare Kreise ziehen. „Sauerteig“ in der Gemeinschaft ein – nicht sichtbar und doch mit großer Wirkung. Erinnern wir uns an diesen besonderen Teig in unserem Brot – und an den biblischen Vergleich mit dem Reich Gottes.
Das Kleine, was von Gott erfüllt ist, besitzt eine Kraft, die die Welt verändert. Aus der Idee und dem Samen, den Adolph Kolping gelegt hat, ist ein weltweites Werk entstanden. Millionen Menschen wurden geprägt durch seinen Glauben, seine Menschlichkeit und seinen Einsatz für soziale Gerechtigkeit.
Die Gemeinschaft im Kleinen genießend fand diese kirchliche Feier ihren gemütlichen Ausklang im Pfarrheim bei angeregten Gesprächen in gemütlicher Atmosphäre.
M.F.
