Ein Herbstfest mit Erntedankandacht – dazu hatte das Vorstandsteam der Kolpingsfamilie Ketsch ihre Mitglieder ins kath. Pfarrheim eingeladen.
In den Fokus der Andacht hatten Helga Rey und Pater Kurian Thomas Weintrauben und Wein gestellt. Symbolisch dazu eine Mitte gestaltet mit einer kleinen Weinpresse, Trauben, Brot, Obst, Gemüse und natürlich – Wein. Dieser steht in der Bibel nicht einfach für ein Getränk – er ist Symbol für Freude, Festlichkeit, Gemeinschaft, Lebensfreude, für die Fülle des Lebens. Aber auch die Mühe der Arbeit im Weinberg gilt es zu bedenken. Wein verbindet die Geschenke der Natur direkt mit der Arbeit des Winzers und lässt uns damit die Verbindung zwischen Gott und den Menschen spüren. Die besondere Bedeutung des Weinstocks – in der Bibel oft im Vergleich mit Jesus, der seine Kraft an die Reben, sprich uns Menschen, weitergibt und uns damit Lebenskraft schenkt. Unser Glaube und damit auch unser Leben brauchen Pflege und Reifezeit – vergleichbar mit dem Weinstock.
Gerne macht Helga Rey mit besonderen Gesten eine Andacht lebendig. Kleine Traubenhenkelchen, an die Besucher ausgeteilt, ließen die Frucht schmecken und Gemeinschaft spüren. Dabei gilt es auch an all jene zu denken, die nicht auf der Sonnenseite im Leben stehen, denen der „Wein der Freude“ ausgegangen ist oder diesem im Übermaß zusprechen.
Erntedank erinnert uns an die Abhängigkeit von der Natur und von Gott – nichts ist selbstverständlich. Mit einem Text von Gerhard Schöne fand die Andacht ihren Abschluss. „Durchs Schenken wird man reich allein“. Guten Wein, gute Worte, guten Mut – alles lässt sich im Alltag teilen und macht auf diese Weise reich.
Reich gedeckt waren dann auch zum gemütlichen Ausklang des Nachmittags die Tische von mitgebrachten Speisen, egal ob deftig oder süß. Diese Art des „bunten Tischtuchs“ ist bei der Kolpingfamilie sehr beliebt und findet immer großen Anklang.
Dazu ließ Annette Meixner ihr Keyboard erklingen und lud zum Mitsingen ein – alte bekannte Lieder um Herbst und wandern und das Kolpinglied zum Abschluss. Natürlich hatte auch zur Andacht Annette mit passenden Liedern den musikalischen Rahmen gesetzt.
Wie immer – wenn die Kolpingsfamilie feiert – werden die Nöte der Zeit nicht vergessen. Die bereitgestellte Spendenbox wurde gerne gefüllt, der Inhalt ist für den Tafelladen Schwetzingen bestimmt.
„Wenn ihr nach Hause geht, nehmt die Freude und Dankbarkeit mit, für alles, was uns geschenkt wird-„ Die Worte von Pater Kurian Thomas begleiteten den Heimweg und sicherlich darüber hinaus die nächste Zeit.
M.F.
